Niki Lauda

1949–⁠2019

Erster Teil · Das Leben

Zweiter Teil · Der Mensch

Dritter Teil · Vermächtnis

Die Saisons

Anhang

Anhang

Bücher und Filme Seine eigenen Bücher, die Bücher über ihn und der Bildschirm

Die Bücher, die Niki Lauda mit Herbert Völker schrieb, von Formel 1 in den 1970ern bis Das dritte Leben 1996, Bücher über ihn, Rush und die Dokumentationen.

In Farbe: Lauda mit roter Sponsorenkappe und einer Tweedjacke über einem dunklen Hemd steht vor Bücherregalen und hält ein gebundenes Buch hoch, auf dessen Umschlag sein eigenes Gesicht und sein Name stehen.
Mit seinem Buch Das dritte Leben auf der Frankfurter Buchmesse, 5. Oktober 1996. Smokeonthewater · Gemeinfrei

Seine Bücher

Fünf Bücher mit Herbert Völker

Auf der Frankfurter Buchmesse im Oktober 1996 hielt er ein gebundenes Buch mit seinem eigenen Gesicht auf dem Umschlag hoch. Es war Das dritte Leben, und wie jedes Buch, das seinen Namen trägt, war es mit Herbert Völker geschrieben, dem österreichischen Motorjournalisten, der schon vor der Formel 1 sein Freund gewesen war und viele Jahre Chefredakteur der Autorevue war.

Die deutschen Ausgaben erschienen zuerst. Ihre Titel und Jahre unten folgen dem Katalog der Deutschen Nationalbibliothek.

  • Formel 1 (Orac und Motorbuch; mit Fritz Indra und Herbert Völker). Das technische Buch, das der Spiegel 1977 sein erstes nannte: Seine dritte Auflage erschien 1975 und seine vierte 1976. Das Jahr der ersten Auflage und der Titel der englischen Übersetzung sind ungewiss.
  • Protokoll: Meine Jahre mit Ferrari (Orac, Wien, und Motorbuch, Stuttgart, 1977), auf Englisch For the Record: My Years with Ferrari (William Kimber, London, 1978, übersetzt von Diana Mosley) und, in den USA, My Years with Ferrari (Motorbooks International, 1978).
  • Die neue Formel 1: Das Turbo-Zeitalter (Orac und Motorbuch, 1982; mit Fritz Indra und Herbert Völker).
  • Meine Story (Orac, Wien, 1985), auf Englisch To Hell and Back (Stanley Paul, London, 1986).
  • Das dritte Leben (Edition Tau und Heyne, 1996). Eine englische Ausgabe ist nicht gefunden worden.

Wie sie entstanden

Protokoll erzählte von seinen Jahren bei der Scuderia Ferrari und erschien 1977, dem Jahr, in dem er das Team verließ. Als Denis Jenkinson die englische Ausgabe im September 1978 in Motor Sport besprach, erklärte er ihre Methode: „Ein Großteil des Buches entstand mit einem Tonbandgerät, und der Journalist Herbert Volker brachte alles für Lauda in Worte.“ Er fand Diana Mosleys Übersetzung so wörtlich, dass sich Passagen wie gebrochenes Englisch lasen, und er vermerkte, was das Buch zugab: dass Lauda für Werbeauftritte bezahlt wurde, die er hasste, und dass er einmal in Kanada einen Streckenposten mit seinem Helm geschlagen hatte.

Meine Story erschien 1985, im Jahr seiner letzten Saison, und ihre englische Ausgabe ist die, die spätere Autoren für seine eigene Darstellung des Comebacks mit McLaren und seines letzten Jahres mit Alain Prost zitieren. Das dritte Leben gehört in die Jahre der Fluglinie: Es erzählt unter vielem anderem, wie er einmal mit der grünen Kappe einer Brauerei, die fünf Millionen Schilling dafür geboten hatte, ins Büro kam und sie wieder abnahm, als seine Mitarbeiter bei Lauda Air protestierten.

Völkers letztes Buch über ihn, Niki – Stories vom Champion, erschien nach Laudas Tod. Völker starb 2025 im Alter von 81 Jahren.

Bücher über ihn

Bücher über ihn

Die vollständigste Darstellung seiner Rennen ist Jon Saltinstalls Niki Lauda: His Competition History (Evro, 2019), das jedes seiner Rennen durchgeht, nach seiner Zählung 316, von den Bergrennen 1968 bis Adelaide 1985. In Österreich schrieben Heike Kossdorff, Thomas Mudri und Daniel Winkler Niki Lauda – Alles unter einer Kappe (Styria, 2009), und Daniel Michel sammelte Niki Lauda – Kleine Anekdoten aus dem Leben eines großen Rennfahrers (riva, 2019).

Er kommt auch in den Büchern über die Männer vor, gegen die er fuhr. Maurice Hamiltons James Hunt (2016) enthält Laudas eigene Erinnerung an Monza 1976.

Der Film

Rush

2013 machte Ron Howard nach einem Drehbuch von Peter Morgan einen Film über die Saison 1976, in dem Daniel Brühl Lauda und Chris Hemsworth James Hunt spielte. Vor den Dreharbeiten ließ Lauda Brühl nach Wien kommen, nur mit Handgepäck, und sagte ihm, er solle nach den heiklen Themen fragen, dem Unfall und der Angst. 2016 fällte er sein Urteil über den fertigen Film: „Deshalb ist dieser Film, Rush, gut. Er ist zu 80 Prozent richtig, mit ein bisschen Hollywood.“

Er ist sehr scharfsinnig und ehrlich … Er wiederholt sich nie, so wie ich es tue. Ich rede sehr redundant. Bei ihm gäbe es nie ein Wort zu viel, denn das ist Zeitverlust, Geldverlust. … Er hat den Ruf, kalt und streng zu sein, aber ich hatte eine perfekte Zeit mit ihm, er hat mich mit allem unterstützt, was ich brauchte.

Daniel Brühl gegenüber Alex Godfrey, The Guardian, 5. September 2013

Als er starb, zählte ihn der ORF zu den berühmtesten Österreichern überhaupt und sagte, der Film habe ihn noch berühmter gemacht. Was der Film über die beiden Männer erfand, steht in Lauda und Hunt.

Einige Zeilen aus Morgans Dialogen kursieren heute als Laudas eigene Sprüche. Es sind die Worte des Drehbuchautors, gesprochen von einem Schauspieler, und sie stehen bei den fälschlich zugeschriebenen Zitaten. Nichts in diesem Buch ist dem Film entnommen; der Nürburgring, Monza und Fuji werden nach den Berichten jener Zeit und nach dem erzählt, was Lauda selbst sagte.

Im Fernsehen

Die Dokumentationen

Zwei Jahre nach Rush kam in Großbritannien Hannes M. Schalles Lauda: The Untold Story heraus, auch gezeigt als 33 Days – Born to be Wild. Der Kritiker des Guardian las den Titel als Seitenhieb auf den Spielfilm, in dem Lauda als nüchternes Gegenstück zu Hunt gedient hatte.

Die anderen entstanden nach seinem Tod am 20. Mai 2019:

  • Niki Nationale – Ein Leben in der Pole-Position, von Dieter Derdak für den ORF, gezeigt auf ORF 1 am Abend des 21. Mai 2019. Niki Nationale war Österreichs Name für ihn.
  • Niki Lauda – Mein Leben am Limit, am selben Abend von RTL gezeigt, zusammen mit Rush.
  • Summa cum Lauda – der unglaubliche Weg des Niki Nationale, gedreht für ServusTV und erstmals am 24. Juni 2019 gezeigt. Bernie Ecclestone, Luca di Montezemolo, Hans-⁠Joachim Stuck, Helmut Marko, Gerhard Berger, Ron Dennis und John Watson kommen darin zu Wort, ebenso seine Söhne Mathias und Lukas.

Die Ehrungen, die Gedenkstätten und die roten Kappen von Monaco im Mai 2019 stehen im Kapitel über sein Vermächtnis.

Quellen

  • Deutsche Nationalbibliothek, „Katalog“, Einträge zu Laudas Büchern, abgefragt am 6. Oktober 2026. portal.dnb.de

  • Denis Jenkinson, „Book reviews“, über For the Record, Motor Sport, September 1978. motorsportmagazine.com

  • „‚In meiner Klasse muß ich alle niederbügeln‘“, Der Spiegel 40/1977, 25. September 1977. spiegel.de

  • „Journalismuslegende Herbert Völker ist tot“, Der Standard, 2025. derstandard.at

  • „Niki – Stories vom Champion“, Herbert Völker, Hugendubel. hugendubel.de

  • Heike Kossdorff, Thomas Mudri und Daniel Winkler, Niki Lauda – Alles unter einer Kappe (Styria, 2009), Leseprobe des Verlags.

  • Evro Publishing, „Niki Lauda: His Competition History“, von Jon Saltinstall (2019). evropublishing.com

  • Daniel Michel, Niki Lauda – Kleine Anekdoten aus dem Leben eines großen Rennfahrers (riva, 2019), Leseprobe des Verlags.

  • Paul Weaver, „Niki Lauda: ‚James Hunt would not push you off the road. We trusted each other‘“, The Guardian, 5. Oktober 2016. theguardian.com

  • Alex Godfrey, „Daniel Brühl: Rush, Niki Lauda and me“, The Guardian, 5. September 2013. theguardian.com

  • Richard Williams, „Niki Lauda obituary“, The Guardian, 21. Mai 2019. theguardian.com

  • „Niki Lauda“, ORF, 21. Mai 2019. orf.at

  • Mike McCahill, „Lauda: The Untold Story review“, The Guardian, 25. Juni 2015. theguardian.com

  • „Niki Lauda tot: Sondersendungen von ORF und RTL“, SPEEDWEEK, 21. Mai 2019; und „‚Summa cum Lauda‘: ServusTV ehrt Niki Lauda mit Doku“, SPEEDWEEK, Juni 2019. speedweek.com

  • „zeit.geschichte: Niki Nationale – Ein Leben in der Pole Position“, tv.ORF.at. tv.orf.at